Menü

News & Tipps

Aktuelles und Wissenswertes zum Thema Online-Marketing


7 SEO-Mythen und veraltete Ranking-Faktoren

Gerade bei Freiberuflern oder kleinen Unternehmen sehen wir es oft, dass veraltete Ranking-Faktoren als „noch aktuell“ gelten. Der Grund liegt ganz einfach darin, dass man sich vielleicht vor ein oder zwei Jahren mit dem Thema SEO auseinandergesetzt hat und das erworbene Wissen eigenständig  umgesetzt hat. Natürlich kann man sich aber als Einzelkämpfer neben dem Tages- und Hauptgeschäft nicht laufend mit dem komplexen Themengebiet SEO beschäftigen. Aus diesem Grund möchten wir hier 7 Mythen und veraltete Ranking-Faktoren aufzählen, die erfahrungsgemäß und fälschlicherweise von Unternehmern als relevant oder korrekt eingestuft werden.

Mythos 1: Im Domain-Namen muss das Keyword enthalten sein

Nein, Keywords in der Domain sind nicht zwingend ein Rankingfaktor. Natürlich kann ein Keyword bzw. ein beschreibender Begriff in der Domain verwendet werden, sofern es Sinn macht und der Nutzer dadurch besser erkennen kann, mit welchem Thema sich die Website beschäftigt. Es ist jedoch absolut kein Nachteil, z. B. den Firmennamen in der Domain zu verwenden. Der Domainname ist also stark abhängig von den Unternehmenszielen und vom behandelten Thema.

Mythos 2: Die Keywords sollten exakt übereinstimmend möglichst oft im Text vorkommen

Nein, die Texte auf Ihrer Website sollten so gut geschrieben sein, dass sie auch gerne gelesen werden und vor allem die Fragen der Interessenten beantworten bzw. Interesse an Ihren Leistungen wecken. Keywords, Synonyme von Keywords und damit zusammenhängende thematisch verwandte Begriffe ergeben sich dadurch von ganz alleine. Durch sogenanntes „Keyword-Stuffing“ riskieren Sie nur eine Abstrafung von Google!

Mythos 3: Wichtige Suchbegriffe immer in Fettschrift

Wenn Sie alle vorkommenden Keywords im Text mit „bold“ (Fettschrift) formatieren, zählt dieser Versuch ebenfalls zum Keyword-Stuffing. Schreiben Sie die Begriffe und Textpassagen fett, die den Lesefluss vereinfachen und wirklich wichtig sind.

Mythos 4: Der Metatag „Keywords“ sollte mit allen Suchbegriffen befüllt werden

Das ist falsch, denn der Metatag Keywords ist kein Google-Rankingfaktor mehr! Das wurde sogar wieder offiziell von Google-Mitarbeitern in der aktuellen Ausgabe Nr. 33 der „Website-Boosting“ bestätigt. Lassen Sie den Metatag leer, wenn Sie nicht wollen, dass Wettbewerber Keywords ausspionieren, die Sie optimieren möchten.

Mythos 5: Je mehr Backlinks ich erhalte, desto besser wertet Google meine Website

Die Zeiten des aggressiven Link-Buildings durch Linklisten und Verzeichnisse sind längst vorbei. Bemühen Sie sich um Backlinks, die von hoher Qualität sind. Das bedeutet, dass ein gesetzter Link zu Ihrer Webseite nützlich und sinnvoll sein muss, weil Besucher durch den Link z. B. zu weiterführenden interessanten Informationen gelangen.  
Sofern Sie eine relativ hohe Anzahl an unerwünschten Backlinks (z. B. von Linkfarmen) erhalten, empfehlen wir das „Disavow-Tool“ der Google Search Console, mit dem Sie Backlinks entwerten können.

Mythos 6: Die Aktivierung der Search Console verbessert mein Ranking

Das alleinige Aktivieren der Search Console (ehemals „Google Webmaster Tools“) bringt Ihnen keine Ranking-Vorteile. Mit der Search Console muss natürlich auch aktiv gearbeitet werden. Sie zeigt Website-Inhabern z. B. Fehler an, die behoben werden sollten und stellt nützliche Tools zur Verfügung, um direkt Optimierungsmaßnahmen vornehmen zu können.

Mythos 7: Nach ca. 4 Wochen wird meine Website in den Google Index aufgenommen

Wie lange die Aufnahme in den Index (und dazu gehört z. B. auch Position 100) dauert, lässt sich pauschal nicht sagen. Durch eine unvorstellbar komplexe Technologie durchsucht (= crawlt) der Googlebot nach einem gewissen Schema laufend ihm bereits bekannte Webadressen. Beim Besuch dieser Webseiten trifft er auf Links, die er verfolgt und in seine „To-Do-Liste“ aufnimmt. Befindet sich also bereits irgendwo ein Verweis zu Ihrer neuen Webseite und der Googlebot findet diesen, weiß er über die Existenz Ihrer Webseite Bescheid und crawlt diese fortan regelmäßig. Da es jedoch relativ schwierig ist, in Anfangszeiten Backlinks zu gewinnen, sollte dem Googlebot mit einer Sitemap nachgeholfen werden. Mit der Sitemap geben Sie ihm eine Art Anleitung zur Hand, wie er Ihre Seiten crawlen soll.

Haben auch Sie einen der o. g. Mythen für richtig gehalten? Dann überprüfen Sie am besten direkt Ihren Internetauftritt und beseitigen Sie alte SEO-Unreinheiten!